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farbige Illustration, die einen Fiaker vor einer Holzhütte, umgeben von Wild, im Wald zeigt
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Wien Geschichte Wiki

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Im Lesesaal mit:
Fotografie von Werner Michael Schwarz
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Aktuelle Schließzeiten

Am 23. November und 5. Dezember schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung bereits um 17 Uhr. Ersatzleseplätze werden zur Verfügung gestellt.

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Unterhaltung und Kochen in Wien

Ignaz Gartlers "Wienerisches bewährtes Kochbuch" mit einem Porträt des "Chef de Cuisine" im Hotel Sacher

Februar 2016. Aus der Feder des bayrischen Aufklärers Carl von Eckartshausen (1752-1803) stammen nicht nur theosophische und zahlenmystische Schriften, er beschäftigte sich auch mit der Zauberkunst. Das für die Wienbibliothek neu erworbene Buch aus der Wiener Druckerei Haykul mit dem Titel "Verschiedenes zum Unterricht und zur Unterhaltung für Liebhaber der Gaukeltasche" (1830) bringt als Auszüge aus Eckartshausens "Aufschlüssen zur Magie" eine Reihe solcher Taschenspielertricks, die zur geselligen Unterhaltung im Wien der Biedermeierzeit beitragen sollten.

Kleine Räthsel

Eine ähnliche Intention hatten die Rätsel des Heinrich Josef Adami, die dieser ursprünglich in der Wiener Theaterzeitung veröffentlichte und 1844 in einem kleinen Bändchen mit dem Titel "Ein halbes Tausend kleiner Räthsel" separat herausgab; das für die Wienbibliothek neu erworbene Exemplar trägt auch eine Widmung des Verfassers.

Aber nicht nur gezaubert und gerätselt wurde im alten Wien, es wurde auch schon viel Schach gespielt. Von dem aus Süddeutschland stammenden Wiener Schachmeister Johann Baptist Allgaier (1763-1823) stammt eine "Neue theoretisch-praktischen Anweisung zum Schachspiel", ein Werk, das erheblich zur Hebung der Spielstärke im deutschen Sprachraum beitrug; die seltene zweite und erweiterte Ausgabe von 1802 befindet sich nun in unserer Sammlung.

Erweiterung der Kochbuchsammlung

Dass bei all den Vergnügungen auch das gute Essen nicht zu kurz kommen durfte, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung. So konnte auch die Sammlung alter Kochbücher der Wienbibliothek wieder um drei seltene Kochbücher erweitert werden, zwei davon aus durchaus prominentem Vorbesitz: Es handelt sich dabei einerseits um Peter Neubauers "Wienerisches durch Erfahrung geprüftes Kochbuch" aus den frühen 1790er-Jahren, das sich dereinst in der Bibliothek des Chemikers (und Quasi-Vaters der Maggi-Würze) Justus von Liebig (1803-1873) befand. Zum anderen sei hier auf ein Exemplar der 31. Auflage (1817) von Ignaz Gartlers "Wienerischem bewährten Kochbuch" hingewiesen, das aus der Küche des Hotels Sacher stammt; dem voluminösen Oktavband liegen nicht nur einige handschriftliche Rezepte bei, es verfügt auch über ein Porträt des "Chef de Cuisine" namens "Alex" (Abbildung). Beim dritten Titel handelt es sich um die vermehrte Auflage der "Wiener-Köchinn wie sie seyn soll" von Theresia Muck geb. Ballauf aus dem Jahre 1822.

  • Eckartshausen, Carl von: Verschiedenes zum Unterricht und zur Unterhaltung für Liebhaber der Gaukeltasche. Wien: Haykul, 1830.
  • Adami, Heinrich Josef: Ein halbes Tausend kleiner Räthsel, kindleicht zu lösen. Wien: Mausberger, 1844. Mit Widmung des Verfassers an Karl Helm.
  • Allgaier, Johann: Neue theoretisch-praktische Anweisung zum Schachspiel. Wien: Rötzel, 1802.
  • Neubauer, Peter: Wienerisches durch Erfahrung geprüftes Kochbuch für alle Stände. Wien: Mößle, [ca. 1791]. Aus dem Vorbesitz Justus von Liebig.
  • Gartler, Ignaz: Wienerisches bewährtes Kochbuch in sechs Abschnitten. Wien: Gerold, 1817. Aus dem Vorbesitz des "Chef de Cuisine" des Hotels Sacher.
  • Muck, Theresia, geb. Ballauf: Die Wiener-Köchinn wie sie seyn soll. Wien: Wimmer, 1822.

Weitere Neuerwerbungen

  • Frage, Ist wohl der Tanz ein so gleichgültiges Ding, für was man ihn gemeiniglich ausgiebt? Wien, 1786. Seltene Broschüre aus dem josephinischen Wien.
  • Lord Chesterfield's advice to his son, on men and manners. Vienna: Sammer, 1799.
  • Treitschke, Georg Friedrich: Hülfsbuch für Schmetterlingssammler. Wien: Wallishausser, 1834.
  • Der Wütherich aus Rache. Beyspielloser Ausbruch der Rache, wie ein Maurer zu Brest, Namens Yvon Cosquer, mit seinem Spießgesellen einen Baumeister grausam ermordeten, und dann hingerichtet wurden. Wien: Zu haben bey dem Herausgeber im Bellegardehof Nr. 547, um 1841.
  • Gemeinde-Gaben-Büchel des Hauses No. ... auf dem Vorstadtgrunde Margarethen. Wien, gedruckt um 1840.
  • Drucksorte zur Verzeichnung der Gemeindeabgaben, mit handschriftlichen Einträgen betreffend das Haus mit der Konskriptionsnummer 16 in Wien-Margareten (1845 bis 1851). Sign. A-337707
  • Bartlett, William Henry: Le Danube illustré. 2 Bde. Paris: Mandeville, 1849.
  • Lippe, Chayim D.: Bibliographisches Lexicon der gesammten jüdischen Literatur der Gegenwart und Adress-Anzeiger. Wien: Selbstverlag, 1879. Seltene erste Ausgabe des Lexikons jüdischer Gelehrter.
  • The habits of good society. A handbook of etiquette for ladies and gentlemen. London: Cassell, Petter and Galpin, um 1870.  
  • Jacob Czapka's Sohn: Konvolut Verkaufskataloge, Geschäftskarten, Reklamematerial und andere Drucksorten. Wien: um 1900. 12 Stück. Sign. C-342164
  • Drei Wiener Verkaufskataloge von Pflanzensamen aus der Zwischenkriegszeit. Sign. E-337094, E-337108 und E-337109.
  • Faschingszug Altwien 1932. Sammelband von Schüler-Linolschnitten anlässlich des Faschingszugs 1932. Sign. C-343342