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handgeschriebener Brief von Fürst Nikolaus Galitzin an Ludwig van Beethoven, mit Siegel
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Aktuelle Schließzeiten

Am 23. September sowie am 10., 15. und 30. Oktober schließt der Lesesaal aufgrund einer Veranstaltung um 17 Uhr. (Musik-)Handschriften und Nachlässe können deswegen nur bis 17 Uhr benützt werden. Für die restlichen Bestände werden Ersatzleseplätze zur Verfügung gestellt.

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Uta Goebl-Streicher: Frédéric Chopin. Einblicke in Unterricht und Umfeld. Die Briefe seiner Lieblingsschülerin Friederike Müller, Paris 1839–1845

Buchpräsentation mit Konzert

Ort und Zeit

Mittwoch, 11. September 2019, 19:00 Uhr
Musiksammlung der Wienbibliothek, Loos-Räume
Bartensteingasse 9, 1. Stock, 1010 Wien

Zum Buch

Frédéric Chopin hatte sich seit seiner Ankunft in Paris im September 1831 einen großartigen Ruf als Lehrer erworben, der ihn in die Lage versetzte, sich ab 1835 fast vollständig vom Konzertpodium zurückzuziehen und seinen Lebensunterhalt primär durch Unterrichten zu verdienen. Eine seiner Lieblingsschülerinnen Anfang der 1840er-Jahre war die Wienerin Friederike Müller (1816 –1895), die während ihres Pariser Aufenthaltes in mehr als 230 (bislang verschollen geglaubten) Briefen an ihre Tanten in Wien ausführlich über ihren Unterricht bei Chopin und das zeitgenössische Pariser Musikleben berichtete.

Das Besondere an diesem Material sind die Unmittelbarkeit und Prägnanz der Darstellung, denn Müller erzählt nicht, wie es bei derartigen Schüler-Berichten häufig der Fall ist, in großem zeitlichem Abstand aus der (möglicherweise verklärten) Erinnerung, sondern aus dem direkten, unmittelbaren Erleben. Sie beschreibt nicht nur detailreich fast jede ihrer mehr als 170 Lektionen bei Chopin, sie gibt sogar viele Gespräche mit ihm im Wortlaut wieder und lässt so direkt miterleben, wie er über sein eigenes Werk und über andere Musiker urteilt und seine Unterrichtsprinzipien formuliert. Darüber hinaus berichtet Müller (mitunter sehr kritisch) über Konzerte und musikalische Novitäten, über Chopins persönliches Umfeld (gibt auch manchen von Chopins Diener an sie herangetragenen Klatsch weiter) und zeichnet so, durchaus mit jugendlichem Witz und Ungestüm, ein äußerst anschauliches Bild des Pariser Musik- und Gesellschaftslebens jener Zeit.

Bei diesen hier erstmals veröffentlichten Briefen Müllers (die durch Übersetzungen der französischen Passagen und einen umfangreichen Kommentar- und Erschließungsapparat ergänzt werden) handelt es sich also nicht nur um eine unglaublich reiche Primärquelle für alle, die sich für Chopin und die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts interessieren, sondern darüber hinaus auch um eine durchaus amüsante und anregende Lektüre.

Uta Goebl-Streicher: Frédéric Chopin. Einblicke in Unterricht und Umfeld. Die Briefe seiner Lieblingsschülerin Friederike Müller, Paris 1839–1845.
Musikwissenschaftliche Schriften, Band 51
Katzbichler 2018
€ 69,00
640 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-387397-214-8                                      

Programm

Begrüßung und Einleitung
Thomas Aigner, Leiter der Musiksammlung Wienbibliothek
Im Gespräch mit Thomas Aigner
Uta Goebl-Streicher, Autorin
Lesung aus den Briefen von Chopins Lieblingsschülerin Friederike Müller, Paris 1839-1845
Uta Goebl-Streicher
Am Klavier
Lena Șenol
Werke von Frédéric Chopin

Anschließend Brot & Wein

Informationen

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Wienbibliothek mit dem Musikantiquariat Musikverlag Bernd Katzbichler.

Eintritt frei! Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit [at] wienbibliothek [dot] at oder +43 1 4000-84926.

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen, die im Rahmen der Veranstaltungen entstehen, zu.