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Diskussionsreihe Digitaler Humanismus - Zum Nachschauen

Wienbibliothek ON AIR

Über die Veranstaltungsreihe

Um Vorstellungen von einem "guten digitalen Leben für alle" zu entwickeln, braucht es innovative Ideen, gesellschaftliches Engagement und vor allem ein gemeinsames Nachdenken über Transformationsprozesse und unkonventionelle Lösungen. Denn digitale Technologien und Digitalisierung haben unsere Welt verändert. In der Diskussionsreihe, die im Herbst 2020 startet, analysieren PolitikerInnen, ExpertInnen und Kreative aus verschiedenen Bereichen unterschiedliche Themen und entwerfen im gemeinsamen Diskurs Visionen und Wege für die Zukunft.

Eine Kooperation der Universität für angewandte Kunst mit der Wiener Zeitung und der Wienbibliothek im Rathaus.

Rahmeninitiative Digitaler Humanismus: Eine gemeinsame Initiative der MD – Bereichsleitung Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort und der MA 7 – Referat Wissenschafts- und Forschungsförderung.

 

Digitaler Humanismus. KI und Medien

Termin: 20. September 2021, 18:30 - 20:00 Uhr
Ort: Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus

Einführung
Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus

Am Podium
Fritz Hausjell, Universität Wien, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Margarete Jahrmann, Universität für angewandte Kunst, Leiterin Experimental Game Cultures, Künstlerin
Gerfried Stocker, Geschäftsführer Ars Electronica

Moderation
Walter Hämmerle, Chefredakteur Wiener Zeitung

Zauberer oder Zauberlehrling?

Ist es für LeserInnen wichtig, ob Artikel von einem Menschen geschrieben oder von einem Roboter produziert wurden? Verändert Künstliche Intelligenz auch die „Bewusstseinsindustrie“ (Hans Magnus Enzensberger) und damit den Journalismus? Roboter generieren Texte, die automatisch an die Einzelinteressen und Lebenswelten der LeserInnen angepasst werden. Die kreative, handwerkliche, reflektierte und kritische Schreibarbeit der JournalistInnen verliert dadurch mehr und mehr an Bedeutung. Fake News und Desinformationen wird durch diesen Paradigmenwechsel Tür und Tor geöffnet.

WissenschaftlerInnen prophezeien das Abgleiten von großen Teilen der Bevölkerung in eine Selfie-Sucht und Social-Media-Wahn voraus, da diese Medien eine völlig neue Dimension der Selbstinszenierung ermöglichen. Eine neue „soziale Währung“ hat sich damit etabliert. Denn es zählt nur mehr was online passiert. Dahinter liegen, für die Anwender meist unbemerkt, aber meist große ökonomische- oder reine Machtinteressen.

Fakt ist. Künstliche Intelligenz digitalisiert menschliches Wissen und damit auch Medien. Ist der Mensch dabei noch Zauberer oder bereits der Zauberlehrling?

Digitaler Humanismus. New Work. No Jobs?

Termin: 15. März 2021, 18:30 - 20:00 Uhr
Ort: Im Ringturm, Schottenring 30, 1010 Wien

Einführung
Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus

Am Podium
Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG  
Harald Katzmair, Gründer und Direktor FAS-Research; Universitätslektor, Universität für angewandte Kunst Wien
Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit

Moderation
Walter Hämmerle, Chefredakteur Wiener Zeitung

Die Zukunft der Arbeitswelt und der Faktor Mensch.

„Arbeit in Zukunft ist jene Leidenschaft, die sich selbst bezahlt“. Charles Handy, britischer Wirtschaftsphilosoph, im Jahr 2005 in seiner Utopie von „New Work“.

Die Arbeitswelt wandelt sich in einer atemberaubenden Geschwindigkeit, getrieben durch Digitalisierung, Globalisierung und aktuell durch die Pandemie. Arbeit war und ist eine der großen Konstanten des menschlichen Daseins. Sie dient sowohl dem Erwerbszweck, kann aber auch kreativ und sinnstiftend sein. Nur: Wird es zukünftig noch Jobs für Menschen geben oder werden Maschinen und Roboter diese übernehmen? Brauchen wir dann überhaupt die Arbeit, wenn die Arbeit uns nicht mehr braucht? Was kann und wird der Mensch stattdessen tun? Welches neue Verständnis von Arbeit wird aufzubauen sein? Werden die zentralen, zukünftigen Werte der „New Work“ Freiheit, Selbständigkeit und Teilhabe an der Gemeinschaft sein?

Digitaler Humanismus. Schwerpunkt Bildung

Termin: 14. Dezember 2020, 18:30 - 20:00 Uhr
Ort: Urania, Uraniastraße 1, 1010 Wien

Einführung:
Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus

Podium:
Hannes Androsch, Industrieller, ehem. Finanzminister und Vizekanzler
Ruth Mateus-Berr, Art & Design Educator, Universität für angewandte Kunst Wien
Christiane Spiel, Professorin für Bildungspsychologie und Evaluation, Universität Wien.

Moderation:
Judith Belfkih, stv. Chefredakteurin Wiener Zeitung

Information ist heute jederzeit und blitzartig über Smartphones abrufbar. Aktuelle Fragen dazu sind: Kann künstliche Intelligenz Bildung in Zukunft besser vermitteln als ein Mensch? Fördern Algorithmen effektivere Lernergebnisse? Steigert der Einsatz von KI die Bildungschancen? Was bedeutet humanistische Bildung im Digitalen? Oder, bedarf es einer Revolution die Bildung, Kunst und Wissenschaft wieder vollkommen integriert? Die Verringerung der digitalen Kluft, das Bestreben Informationskompetenz an alle zu vermitteln, ist eine gegenwärtige Aufgabe der Politik und Gesellschaft. In der Diskussion wird der Bereich Bildung analysiert und im gemeinsamen Diskurs sollen Visionen und Wege für die Zukunft entworfen werden.

Digitaler Humanismus. Transformation gestalten.

Termin: 19. Oktober 2020, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Universität für angewandte Kunst, Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien

Einführung:
Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus

Podium:
Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft
Martina Mara, Professorin für Roboterpsychologie des Institute of Technology an der Johannes Kepler Universität
Hannes Werthner, Professor für E-Commerce an der TU Wien, Dekan der Fakultät für Informatik an der TU Wien (2016-2019)
Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien.

Moderation:
Walter Hämmerle, Chefredakteur Wiener Zeitung

Digitale Technologien haben unsere Welt in den letzten Jahrzehnten fundamental verändert. Digitalisierung eröffnet uns nie da gewesene Möglichkeiten und stellt zugleich – als Flut von Daten und Algorithmen, die einige wenige orchestrieren – unsere Menschlichkeit und ihren gesellschaftlichen Abkommen (wie Demokratie, Arbeits- und Datenschutz etc.) vehement in Frage. Um diesen rasanten Entwicklungen Alternativen entgegen zu setzen und Vorstellungen von einem „guten digitalen Leben für alle“ zu entwickeln, braucht es innovative Ideen, gesellschaftliches Engagement und vor allem ein gemeinsames Nachdenken über Transformationsprozesse.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe diskutieren die Anwesenden über Begriff, Definition sowie allgemeine Aspekte des digitalen Humanismus.

 

 

 

 

Die Wienbibliothek im Rathaus präsentiert gemeinsam mit den Kooperationspartnern Wiener Zeitung und der Universität für angewandte Kunst Wien die Diskussionsreihe "Digitaler Humanismus".
 

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